Vortrag, gehalten auf dem Seniorentreffen (24.01.2018)

24-01-2018- Rudolf H. Völler 

 

(Vortag Präsentationen)

 

Im Rahmen des Seniorenstammtischs, Alsbach, hielt der Vorsitzende des ASYl-Alsbach-Hähnlein eV, Rudolf Völler, am 24.01.2018 einen engagierten Vortrag.

 

Mit 50 Mitgliedern betreut dieser Verein etwa 110 Flüchtlinge. Etwa 60 davon wohnen in den Unterkünften in der Sandwiese

und rund 50 sind bereits in privaten Wohnungen ansässig.

Die Zuweisung der Geflüchteten aus aller Herren Länder in die Unterkünfte erfolgt durch die Behörden des Landkreis Darmstadt Dieburg.

 

Die Integration ist oberstes Ziel des ASYL-Vereins. Die Flüchtlinge werden von ihren Paten mit großem persönlichem Aufwand betreut. Dieses Einleben steht und fällt mit dem Erlernen der deutschen Sprache und der verbalen und nonverbalen Kommunikation.

 

Amtlicher seist werden Sprachkurse erst mit der Anerkennung eines Bleiberechts angeboten – zu spät. Für Flüchtlinge, die auf ihre Anerkennung warten, übernehmen daher ehrenamtliche Helfer diese Aufgabe der Sprachschulungen und der Bewältigung von täglichen Hürden.

 

Es ist sehr bedauerlich, dass die Bürger aus Alsbach die neuen Mitbürger kaum wahrnehmen.

Dies sind passte Chancen, neue Eindrücke und Erlebnisse zu gewinnen. Überhauptstimmt das häufig geäußerte Vorurteil nicht; die Flüchtlinge seien bequem und arbeitsscheu.

 

Flüchtlinge sind fleißig und in hohem Maße bemüht, ihre zurückgelassenen Angehörigen in der Heimat zu unterstützen und auch noch ihre Schulden für Ihre Fluchtreise zu tilgen.

 

Für eine gelungene Integration sind viele Fähigkeiten wichtig, die man gemeinsam erlernen kann. Hier soll auch ein „Alltagtraining“ helfen. Oft müssen Weltbilder aufgegeben werden.

Maskuliner Dominanz behindert die Übernahme traditioneller Frauenarbeit wie Putzen, Kochen oder Abwaschen. Das erschwert oft die Eingliederung als Mieter.

 

Paten helfen gerne, entsprechende Fähigkeiten zu vermitteln und fast alle Bewohner sind lernfähig, Asylbewerber gehen uns alle an, betonte Lutz Petereit in seinen Dankesworten für den gelungenen Vortrag, denn diese Menschen werden auf Dauer bei uns und mit uns leben.

 

Es gilt, alle positiven Eigenschaften, Fähigkeiten und Kenntnisse zu fördern. Es kann nur im Sinne unserer Gesellschaft liegen, gegenseitiges Verständnis und Hilfsbereitschaft zu fördern.

 

Der Seniorenbeirat ist gerne bereit, dem Asylverein zu helfen und eine Informationsplattform anzubieten. Besucher der Gemeinschaftsunterkunft (GU) sind in der Sandwiese gerne gesehen.

 

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